Altersstufen im Überblick
Unsere Pfadfinder*Innen sind in vier Altersstufen aufgeteilt:
- Wös (Wölflinge): Grundschule
- Juffis (Jungpfadfinder): weiterführende Schule
- Pfadis (Pfadfinder): werdende Jugendliche
- Rover: Ausbildung & Oberstufe
Diejenigen, die uns dann auch als Erwachsene erhalten bleiben, engagieren sich in der einen oder anderen Form in der Leitungsrunde.
Wölflinge
Entdecken und ausprobieren
Juffis
Neugierig sein und mutig werden
Pfadis
Eigenständig handeln
Rover
Anpacken und Verantwortung übernehmen
Leitungsrunde
Planen und Organisieren
Vorstand
Verantworten und Koordinieren
Ziel ist es in den Gruppen die verschiedenen Lebensrealitäten der Kinder und Jugendlichen zu berücksichtigen und in unsere Arbeit in den Gruppen einfließen zu lassen. Die individuelle Kompatibilität in der Gruppe ist uns sehr viel wichtiger, als das genaue Geburtsdatum.
Der Übergang zwischen den Altersstufen (Stufung) wird meist auf einem Zeltlager mit einer kleinen Feierlichkeit vollzogen. Dabei verabschiedet die alte Gruppe die zu stufenden Mitglieder und die neue Gruppe nimmt sie auf.
Veränderung der Zusammensetzung ist immer eine Herausforderung für eine Gruppe. Wir geben durch den festen Rahmen den Gruppen - und den einzelnen Kindern und Jugendlichen - die Möglichkeit sich mit Veränderung bewusst auseinanderzusetzen und zu verstehen.
Um diese Umstellung einfacher zu gestalten, emotional und terminlich, finden die Gruppenstunden unserer Kinderstufen (Wölflinge und Juffis) sowie die Gruppenstunden der Jugendgruppen (Pfadis und Rover) an gleichen Tagen zur gleichen bzw. zu ähnlicher Uhrzeit statt.
Pädagogische Grundideen
Unser Ziel im Stamm Widukind ist es den Kindern und Jugendlichen einen Raum zu bieten, in dem sie neue Dinge ausprobieren und für sich entdecken können, ohne dass dies mit einem unmittelbaren Leistungsdruck verbunden ist.
Wir haben daher explizit keine Abzeichen die unsere Gruppenkinder einzeln erlangen können. Erfolge feiern wir gemeinsam in der Gruppe. Damit vermeiden wir ein "Ich bin besser als du, weil ich habe ja schon ... gemacht".
Pfadfinderei ist so vielfältig und individuell wie unsere Mitglieder - und so bestimmen natürlich auch die Ideen und Erfahrungen der einzelnen Leitenden die Ausgestaltung der Gruppenstunden.
Aber auch bei den Jüngsten steht klar fest: Nicht die Leitenden legen ein festes Programm vor, sondern jedes Mitglied der Gruppe darf Vorschläge und Wünsche für Gruppenstunden äußern.
Die Kinder und Jugendlichen werden, altersgerecht, in die Planung (und zum Teil Vorbereitung) der Gruppenstunden einbezogen, mit fortschreitendem Alter mehr und mehr.
Diese direkte Form der Kindermitbestimmung zieht sich durch Gruppenstunden, Aktionen und Lager. Wo es geht - und praktikabel ist - werden die Wünsche und Rückmeldungen aller Pfadfinder*Innen einbezogen.
Historisch im Leitsatz Look at the boy/girl (Sinngemäß: Habe einen Blick auf das(jedes einzelne) Kind) verankert, sind wir uns sehr bewusst, dass jede Person anders ist und andere Bedürfnisse hat.
Diese versuchen wir im Sinne der Chancengerechtigkeit zu berücksichtigen: nicht ein abstrakter Maßstab steht im Vordergrund unserer Arbeit, sondern die Person.
Unser Anspruch an uns selbst ist: Kinder und Jugendliche sollen sie selbst sein können, dabei erleben und lernen - und Spaß haben!