Jugendschutz
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat in unserem Stamm oberste Priorität. Jugendschutz ist für uns kein Nebenthema und keine reine Formalität, sondern ein fester Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Wir wollen ein Umfeld schaffen, in dem junge Menschen sicher sind, ernst genommen werden und sich frei entwickeln können.
Grundlage dafür sind unser institutionelles Schutzkonzept, klare Regeln für unser Miteinander und die Bereitschaft, unsere eigene Arbeit immer wieder kritisch zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.
Was uns wichtig ist
Bei uns sollen Kinder und Jugendliche Mitbestimmung erleben, Grenzen setzen dürfen und mit ihren Anliegen ernst genommen werden. Respekt, Achtsamkeit, Offenheit und Verantwortung prägen unser Miteinander.
Nein heißt Nein
Kinder dürfen bei uns Nein und Stop sagen. Diese Grenze wird ohne Diskussion respektiert. Niemand muss bei uns etwas tun, das sich falsch oder unangenehm anfühlt.
Schutz braucht Struktur
Jugendschutz funktioniert nicht nur durch gute Absichten. Deshalb arbeiten wir mit klaren Regeln, festen Zuständigkeiten, transparenter Kommunikation und konkreten Schutzmaßnahmen in Gruppenstunden, Aktionen und Lagern.
Schutz ist nie fertig
Wir verstehen unser Schutzsystem nicht als abgeschlossen. Wir überprüfen unsere Abläufe regelmäßig, lernen aus Rückmeldungen und passen unser Handeln an, wenn wir blinde Flecken erkennen.
So arbeiten wir konkret
Klare Regeln und Mitbestimmung
Vor Maßnahmen und Veranstaltungen werden altersgerechte Regeln gemeinsam besprochen. Kinder und Jugendliche sollen nicht nur mitmachen, sondern mitentscheiden können.
Mehr Schutz im Alltag
Wir achten auf respektvolle Sprache, sensible Auswahl von Spielen, regelmäßige Anwesenheitskontrollen und darauf, dass Situationen vermieden werden, in denen Kinder unnötig allein mit einzelnen Leitenden sind.
Das 6 Augen Prinzip
Sensible Gespräche finden nach Möglichkeit nicht isoliert statt. Transparenz, Sichtbarkeit und die Information weiterer Leitender geben Kindern und Leitenden zusätzliche Sicherheit.
Schutz auf Lagern und Fahrten
Schlafbereiche sind geschlechtersensibel organisiert, Leitende schlafen nicht gemeinsam mit Kindern und Jugendliche wissen jederzeit, wo sie ansprechbare Leitende finden können.
Ausbildung und Einarbeitung
Unsere Leitenden nehmen an Präventionsschulungen und Erste Hilfe Kursen teil. Neue Leitende werden begleitet und nicht allein in Verantwortung geschickt.
Rückmeldungen und Kritik
Kritik darf und soll geäußert werden. Im Pfarrheim gibt es einen Feedbackkasten und auch persönliche Ansprachen an Leitende oder Vorstand sind jederzeit möglich.
Wenn etwas nicht in Ordnung ist
Wenn Kinder, Jugendliche, Eltern oder Leitende ein ungutes Gefühl haben, Sorgen wahrnehmen oder Grenzverletzungen beobachten, soll das nicht verschwiegen werden. Hinweise werden ernst genommen, vertraulich behandelt und verantwortungsvoll bearbeitet.
Dabei gilt für uns: Schutz geht vor Aufklärung. Wir handeln besonnen, dokumentieren Beobachtungen sachlich und ziehen bei Bedarf externe Fachstellen hinzu.
Ansprechpersonen und Hilfe
Ansprechbar sind grundsätzlich alle Leitenden, besonders aber der Stammesvorstand. Darüber hinaus können auch externe Beratungsstellen helfen.
Wichtige externe Angebote sind unter anderem das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch, die Nummer gegen Kummer und die Kinderschutz Zentren. Eine ausführlichere Übersicht findet sich in unserem institutionelles Schutzkonzept.